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Ein Foto ist unbestechlich - es gibt wieder, was zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Ort objektiv geschehen ist.

Ist es das - einmal ganz abgesehen von (digitalen) Manipulationen und Verfremdungen - wirklich?

Wie sehen wir die Dinge, wie nehmen wir sie wahr? Wer schaut genau einmal hin und dann nie wieder, um genau dieses eine Abbild der momentanen Wirklichkeit für immer in sich zu behalten? Man wechselt den Standpunkt, geht 10 m weiter, näher heran oder weiter weg, schaut zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, bei Sonne, Wolken, Regen, Schnee und Nebel und nimmt so die Wirklichkeit in einem sich ständig verändernen Zusammenhang wahr.

 

  Meine Mehrfachbelichtungen versuchen, diesen Prozess wiederzugeben, dieses Herantasten an das Motiv, das sich immer wieder verändert und zu keinem Zeitpukt so statisch ist, wie es auf einem Foto erscheint. Alle Mehrfachbelichtungen sind genau so entstanden, wie sie hier abgebildet sind, auf herkömmlich analogem Weg, und sind nicht das Ergebnis digitaler Bildbearbeitung.
  In den schwarzweiß-Arbeiten versuche ich die Auseinandersetzung mit Oberflächen, Strukturen, Flächen und erstmals die Möglichkeiten sanfter Abstraktion durch digitale Bildbearbeitung.
 

Die abstrakten Fotografien stellen ein Spiel mit Farben dar, wie sie uns im täglichen Leben im öffentlichen Raum begegnen. Durch die Abstraktion werden Strukturen, Flächen und bekannte Elemente vollständig aufgelöst und die Farbe als gestalterisches Element betont.